Yvonne, die Burgunderprinzessin

Nach der Inszenierung an der Opéra National de Paris wird im Théâtre Royal de la Monnaie die neue Oper des belgischen Komponisten Philippe Boesmans nach dem gleichnamigen Stück von Witold Gombrowicz in der belgischen Erstaufführung zu sehen sein.
Die neue Oper von Philippe Boesmans, Yvonne, die Burgunderprinzessin, ist nach dem gleichnamigen Stück von Witold Gombrowicz benannt. Zwischen Tragödie und Groteske oszillierend handelt es von dem Begehren und der Abscheu, die das Andersartige und das Anormale provozieren, und stellt die Konventionen des Bürgertums an den Pranger. Yvonne ist eine stumme, passive und haltlose junge Frau, die der Erbprinz Philippe aus Spaß zu heiraten beschließt, um alle zum Schweigen zu bringen, die ihn drängen, sich eine Frau zu suchen. Mit ihrer Ankunft bei Hof deckt diese beunruhigende Figur die Verstörungen und Frustrationen der anderen auf, die bald alles daran setzen, diese seltsame Frau umzubringen. Für Libretto und Inszenierung der von Patrick Davin dirigierten Oper zeichnet Luc Bondy verantwortlich, sodass die Zusammenarbeit beider mit dem belgischen Komponisten hier fortgesetzt wird. Boesmans subtile und schillernde Partitur nimmt auf die Vergangenheit Bezug und stellt dabei die Feinsinnigkeit seiner persönlichen Sprache unter Beweis.
9., 10., 14., 15., 17., 18. und 21.09.2010: 20 Uhr
12. und 19.09.2010: 15 Uhr
