Verringerung von Ungleichheit der Gesundheitschancen aus regionaler Perspektive. Was funktioniert und was funktioniert nicht?
Gesundheit ist für jeden ein kostbares Gut. Gesundheitsumfragen offenbaren jedoch eine schmerzliche Realität: Wer unter schlechteren Verhältnissen lebt oder sich in einer niedrigeren Position der sozialen Stufenleiter befindet, hat eine kürzere Lebenserwartung. Auch in wohlhabenden Regionen wie Flandern weicht die Gesundheit von Menschen systematisch je nach ihrer sozialen Position ab.
Entscheidungsträger auf diversen Ebenen sind sich der Notwendigkeit der Beseitigung dieser Ungleichheit bewusst. Dennoch bleibt die Gesundheitskluft bestehen. Dies hängt vor allem mit der Komplexität des Problems zusammen: Die sozialen Gesundheitsdeterminanten erfordern ein interdisziplinares Vorgehen, und zwar nicht nur auf (inter-)nationaler Ebene, sondern auch auf regionalem und lokalem Niveau.
Die regionale Politik bietet einen hervorragenden Rahmen für ein integrales Vorgehen im Bereich der sozialen Gesundheitsdeterminanten. Die Konferenz konzentriert sich auf die Zweckmäßigkeit der Politik, die auf eine Verringerung oder Beseitigung der Ungleichheit der Gesundheitschancen abzielt. Wir betrachten die Erfahrungen in der Praxis und das Funktionieren im Feld. Wir evaluieren, wie Forschungsergebnisse sich am besten in die Entwicklung einer entsprechenden Politik umsetzen lassen.
Die Konferenz gliedert sich in zwei Teile.
Wir beleuchten in Plenarsitzungen und Podiumsdiskussionen die Bedeutung einer Facettenpolitik („health in all policies“) und untersuchen wie andere Bereiche die Ungleichheit der Gesundheitschancen positiv oder negativ beeinflussen. Dabei verlieren wir die Unterschiede zwischen den europäischen Regionen nicht aus dem Auge.
Wir nehmen einige konkrete Politikinitiativen unter die Lupe und bewerten spezielle zielgruppenorientierte Maßnahmen. Experten und politische Entscheidungsträger aus europäischen Regionen tauschen bewährte Praktiken aus.
Die Konferenz wird vom Gesunde-Regionen-Netzwerk (Regions for Health Network) der Weltgesundheitsorganisation (europäische Region) und der Königlichen Belgischen Akademie für Medizin (Koninklijke Belgische Academie voor Geneeskunde) unterstützt.