Triennale européenne de la Céramique et du Verre
Der WCC-BF lädt zwei Länder, dieses Mal Großbritannien und Spanien, zu einem Dialog ihrer besten Keramik- und Glaskünstler mit ihren belgischen Kollegen ein. Etwa dreißig ausgewählte Künstler stellen dort ihre Werke aus, darunter sowohl Einzelstücke als auch Installationen.
Diese europäische Triennale der Keramik und des Glases, die dem Beispiel unserer im Jahr 2002 geschaffenen europäischen Triennale des zeitgenössischen Schmucks folgt, beruht auf dem Prinzip, jedes Mal zwei europäische Länder zu einem Dialog mit Künstlern aus Belgien einzuladen. So kann sich das Publikum einen Überblick über die aktuellen Trends in den drei Ländern verschaffen.
Über das Netzwerk von WCC-Europe sind wir in der Lage, Partnerverbände zu finden, mit denen wir bei der Organisation der Veranstaltung zusammenarbeiten. In jedem der betreffenden Länder wird ein Juror gebeten, unter den Designern eine Vorauswahl auf Grundlage ihrer technischen, ästhetischen, konzeptuellen und innovativen Fähigkeiten zu treffen. Das Jurorenkollegium tritt anschließend zusammen, um die endgültige Teilnehmerauswahl vorzunehmen.
Bei der Eröffnung der Ausstellung hat eine aus europäischen Experten zusammengesetzte Jury die Aufgabe, unter den ausgestellten Werken den Preisträger des Prix Communauté Française Wallonie-Bruxelles auszuwählen.
Parallel zu dieser Schau sind Konferenztage vorgesehen, an denen sowohl die ausstellenden Künstler als auch Kunstkritiker oder Journalisten, andere Erschaffer von Werken aus den betreffenden Disziplinen sowie Verantwortliche für Kunstausbildung aus den verschiedenen europäischen Ländern teilnehmen werden.
Das Ziel dieser Ausstellung besteht darin, die breite Öffentlichkeit mit Kunstformen vertraut zu machen, die aufgrund der verarbeiteten Materialien womöglich eher zugänglich sind. Gleichzeitig ist sie ein Ort der Begegnung für Künstler, Experten und Sammler aller Länder.
Anhand der Ausstellungsstücke wird man entdecken, dass die Grenze zwischen den schönen Künsten und der angewandten Kunst dünn ist bzw. kaum wahrzunehmen. Zwar gehören die in dieser Ausstellung behandelten Materialien und Disziplinen zu den „niederen Künsten“, wie man früher sagte, doch entzieht sich der Anspruch, der ihre Erschaffer inspiriert, jeglicher Klassifizierung, und ihre Arbeiten sind direkte Weiterentwicklungen der modernen Kunst.
Die Initiative für diese Schau geht auf den belgischen frankophonen Zweig des World Crafts Council zurück, der mit der Stadt Mons, dem WCC-Europe und Design Vlaanderen in Partnerschaft arbeitet.
Die europäische Triennale der Keramik und des Glases findet in den wundervoll restaurierten Räumen der ehemaligen Schlachthöfe von Mons statt, die 1884 durch den Architekten Sury erbaut wurden.