Vorläufiges Fazit der Konferenz über die Geschichte der Jugendarbeit und –politik in Europa
Am Mittwoch, 6. Juli 2010, endete die erste Konferenz über die Geschichte der Jugendarbeit und -politik. Hunderte (Jugend)experten aus fünfzig Ländern des Europarates eruierten die Geschichte auf der Suche nach Lehren für die Zukunft.
Keine Zukunft ohne Vergangenheit
Akademiker, Politiker und Vertreter der Jugend führten Diskussionen in Arbeitsgruppen und hörten in Plenarsitzungen den Wortführern aus der europäischen und internationalen Jugendarbeit und –politik zu. Die Konferenz stillte ihren Wunsch, diese vorläufigen Schlussfolgerungen auf die europäische Tagesordnung zu bringen.
Ein akademisches Team unter der Leitung der Professoren Howard Williamson (Universität von Glamorgan, Wales) und Filip Cousee (UGent, Belgien), fasste die Schlussfolgerungen der anwesenden Experten und Teilnehmer in diesem vorläufigen Bericht zusammen.
Vorläufige Schlussfolgerungen
Das Team von Howard Williamson erklärt, Jugendarbeit sei immer diversifiziert gewesen und habe sich immer der sich verändernden Gesellschaft, deren Bestandteil die Jugend ist, angepasst.
"Alles ändert sich derart schnell, dass wir in einem Stand der Gesellschaft geboren, in einem anderen erzogen und in einem noch ganz anderen erwachsen werden.
JJugendarbeit spiegelt die Gesellschaft, in der sie eingebettet ist, wider. Die Gesellschaft ändert sich schneller denn je. Jugendarbeit ist eine im wahrsten Sinne des Wortes „spannende“ Aufgabe: Anpassung von jungen Menschen an eine Gesellschaft im Wandel bei gleichzeitiger Infragestellung von Entwicklungen, die sich diskriminierend auf (bestimmte) Jugendliche auswirken können.
Die Geschichte zeigt uns, dass es schon immer einen großen Bedarf an und einen starken Willen zu einer befähigenden und stützenden Jugendpolitik gab, einer Politik, die der sehr breiten Vielfalt der Jugendarbeit Rechnung trägt. Diese Vielfalt wurde immer gefördert, weil Jugendarbeit ohne diese Vielfalt niemals die unterschiedlichen Bedürfnisse einer heterogenen jungen Bevölkerung erfüllen könnte. Dies war und ist nach wie vor eine gewaltige Herausforderung für die politischen Kräfte, aber auch für diejenigen, die Jugendarbeit praktizieren bzw. erforschen. In Krisenzeiten war und ist Jugendarbeit noch wichtiger, hingegen schwieriger zu bewältigen. Es ist heute zudem wichtig, unsere Geschichte nicht zu vergessen".
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Balliu, Jan
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