Vanackere hofft, das Band EU-Pakistan zu stärken
In einem Gespräch mit seinem pakistanischen Kollegen Shah Mehmood Qureshi versicherte der belgische Außenminister Steven Vanackere, dass Pakistan ganz oben auf der europäischen Tagesordnung bleiben wird. "Die Europäische Union beabsichtigt, nicht nur für die direkten Bedürfnisse Sorge zu tragen, sondern die pakistanische Situation auf strategische Art und Weise in Angriff zu nehmen", so Vanackere.
Seit Anfang August kämpft Pakistan mit einer besonders schweren humanitären Katastrophe. Außerordentlich heftiger Monsunregen überschwemmte einen großen Teil des Landes, was mehrere Millionen Opfer zur Folge hatte: Tote, Kranke und Heimatlose.
Die Europäische Union setzte sich im vergangenen Monat bereits ein, um 230 Millionen Euro für das schwer getroffene Pakistan frei zu machen. Die belgische Regierung schenkte bis jetzt rund 6 Millionen Euro Katastrophenhilfe und, so erklärte Minister Vanackere: "Dies schließt nicht aus, dass Belgien noch mehr Unterstützung bieten kann."
Auch private Spenden sind äußerst wichtig, um dem Land die Nothilfe zu bieten, die es benötigt.
Daher betont Vanackere die Bedeutung der öffentlichen Meinung: die Aufmerksamkeit des großen Publikums darf nicht nachlassen und auch in internationalen Organisationen, wie der UN, ist es von entscheidender Bedeutung, Pakistan weiterhin ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen.
"Aber", so erklärt Vanackere als Vertreter des belgischen Vorsitzes, "die Europäische Union möchte weiter gehen und nicht nur ein Spender von Nothilfe sein."
Weil die Nachbetreuung derartiger Katastrophen mindestens ebenso wichtig ist, möchte die Europäische Union eine strukturelle und konstruktive Strategie ausbauen, die die Handelsbeziehungen zwischen der Union und Pakistan verstärken soll.
Die EU möchte Pakistan also nicht nur eine helfende Hand reichen, sondern die Möglichkeit weiter untersuchen, wie sie eine gegenseitige nachhaltige Handelsbeziehung weiter ausbauen kann.