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September, Zeit für den Schulanfang!

Aktuelles - 31/08/2010 Von gilles.alpen

Anfang September. Es ist wieder mal soweit! Die Tage werden kürzer. Der Sommer neigt sich dem Ende zu, der Herbst naht. Die Ferien werden bald nur noch Erinnerung sein. Für die Jugendlichen, die noch die Schulbank drücken, ist das Ende der Ferien natürlich gleichbedeutend mit dem Ende einer bestimmten Unbeschwertheit. In ganz Europa machen sich die jungen Leute bereit. Dabei treten einige Gemeinsamkeiten, aber auch zahlreiche Unterschiede zutage. Zeit für den Schulanfang!

Auf EU-Ebene nehmen mit dem Schulanfang rund 100 Millionen Menschen ihre Tätigkeit wieder auf.Das ist rund ein Fünftel der gesamten Unionsbevölkerung.Zumal Schulanfang auch bedeutet, dass die Lehrer und alle anderen Personen, deren Beruf direkt mit der Schule zu tun hat, ihre Arbeit wieder aufnehmen.Der Eindruck, dass die Zeit nach den Sommerferien rascher vergeht, ist daher völlig legitim.

In einigen Ländern der EU hat die Schule bereits wieder angefangen.In Dänemark etwa wird bereits seit dem 11. August wieder unterrichtet.Ebenso wie Deutschland und die Niederlande gehört Dänemark zu den Mitgliedstaaten der EU mit den kürzesten Schulferien.

Es gibt daher nicht einen einzigen Termin für den Schulanfang, der in der gesamten EU gültig ist.Aber das ist nicht der einzige Unterschied zwischen den verschiedenen Bildungssystemen der 27 EU-Mitgliedstaaten.In einigen Ländern, z. B. in Italien, findet der Unterricht nur vormittags statt.In anderen, etwa in Frankreich und Belgien, wird ganztags unterrichtet.Auch die Anzahl der Stunden, die ein Schüler auf der Schulbank verbringt, ist von Land zu Land sehr unterschiedlich.Jedes Land stellt im Rahmen seines Schulsystems andere Prioritäten in den Vordergrund.So messen einige einer künstlerischen Ausbildung oder dem Sport mehr Bedeutung bei.Andere setzen stattdessen auf andere Kompetenzbereiche und Möglichkeiten zur Selbstentfaltung für die Schüler.

Obschon die 27 Mitgliedstaaten in Sachen Bildung ihre eigene Politik machen, spielt die Europäische Union auf diesem Gebiet die Rolle einer Plattform, um über bewährte Verfahrensweisen zu informieren und gemeinsame Ziele festzusetzen.Im Übrigen finanziert die EU zahlreiche Programme, die den Europäern gestatten, ihre Kompetenzen optimal zu nutzen, indem sie im Ausland studieren, sich weiterbilden oder Freiwilligenarbeit leisten.

So fördert beispielsweise das Comenius-Programm der Europäischen Kommission den Austausch und Partnerschaften zwischen Lehrern und Schülern aus verschiedenen Ländern der EU.Konkret bedeutet das, dass eine Schulklasse aus Finnland per Videokonferenz mit Schülern in Spanien über Umweltthemen diskutieren kann.Das Programm will in diesem Jahr erstmals mehr als 3 Millionen Schüler in diese Partnerschaften einbeziehen, die für alle eine Quelle der Bereicherung sind.

Über die zahlreichen Unterschiede in den Bildungssystemen hinaus kann man den Kindern der Europäischen Union nur wünschen, dass sie diese Zeit des Lernens, diese schönen Jahre, in denen sich ein wichtiger Teil ihrer Persönlichkeit herausbildet, voll und ganz nutzen mögen.So bleibt nur noch zu sagen:„Nutzt die Schulzeit so gut wie möglich!"


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