Leterme und Barroso wollen vorankommen

Unter strahlend blauem Himmel und sommerlicher Sonne versammelten sich die belgischen Regierungsmitglieder, die am Ratsvorsitz beteiligt sind, und die EU-Kommissare für das traditionelle Familienfoto. Die Gespräche waren in einer deutlich positiven Atmosphäre verlaufen.
Es herrschte auf der Pressekonferenz, die auf die bilateralen Treffen folgte, Einhelligkeit darüber, zusammen ein halbes Jahr lang an der europäischen Zusammenarbeit zu bauen. Premierminister Yves Leterme, Außenminister Steven Vanackere und Kommissionspräsident José Manuel Barroso waren sich darüber einig: Die EU muss vorankommen. Soviel ist klar. Die zweite Hälfte des Jahres 2010 verspricht ehrgeizige Projekte, wie zum Beispiel der Ausbau der Wirtschaftsunion, die die Währungsunion im Rahmen der EU2020-Strategie verstärken muss. Währen des belgischen Ratsvorsitzes sollen die europäischen Institutionen den Vertrag von Lissabon auch weiter in die Praxis umsetzen.
Der belgische Premierminister hat während der Begegnung auch betont, dass die Minister bzw. Staatssekretärinnen der belgischen Regionen, die einer Ratsformation vorsitzen, im Namen des ganzen Landes sprechen werden – und nicht bloß im Namen ihrer jeweiligen Regionen. Alle politischen Ebenen sollen im kommenden halben Jahr ihren Teil zum Ausbau der Union beitragen.
“Ich habe 100% Vertrauen zu Belgien”, sagte Kommissionspräsident Barroso über das Land, dass in seiner Hauptstadt auch die europäischen Einrichtungen beherbergt. Belgien habe eine “europäische Mentalität”.
Und so sah die europäische Kommission zum Start des 12. belgischen Ratsvorsitzes, dass es gut war. “Zum Jahresende soll die EU erneut verändert sein", vertraute Barroso der Presse noch an. “Es muss also vorangehen”, schloss er.

