Großes Interesse für Familienpflege-Kongress
“Mehr als 600 Teilnehmer, das hätten wir niemals erwartet", erklärt Organisatorin Chris Degheldere. Familienpflege ist einer der am stärksten wachsenden Sektoren der flämischen Sozialfürsorge, und sowohl die flämische als auch die belgische föderale Verwaltung widmen diesem Thema viel Aufmerksamkeit. Zweck des Kongresses ist es, einander kennen zu lernen und die Dynamik der Familienpflege zu beschleunigen.
Der Kongress über Familienpflege beginnt am 16. September und kann mit großem Interesse und mehr als 600 Teilnehmern rechnen. "Wir sind jedenfalls sehr froh über diese Beteiligung", erklärt die Organisatorin und Koordinatorin der Familienpflege Flandern. Chris Degheldere. "Das beweist, dass es viel Interesse für Familienpflege bei der Politik und in der Gesellschaft gibt. Es gibt deutlich mehr Dynamik rund Familienpflege als vor 20 Jahren."
Die Dynamik zeigt sich auch im starken Wachstum, die der Familienpflegesektor in Flandern erlebt. "Jedes Jahr wächst dieser Sektor um durchschnittlich 5%", sagt Degheldere. "Die Nachfrage nach Lösungen für Kinder, die kein Zuhause haben, nimmt nach wie vor zu. Dasselbe gilt für erwachsene Menschen, die nicht alleine wohnen können, weil sie z.B. eine Behinderung haben. Es wird folglich auch schwierig, genügend Pflegeeltern und Gastfamilien zu finden, um alle Kinder und Erwachsenen zu betreuen."
Zweck des Kongresses ist es, voneinander zu lernen, auch über die Grenzen hinweg. "Wir sind sehr froh, dass wir mit dem Kongress Teil des EU-Vorsitzes ausmachen können. Rund fünfzig ausländische Teilnehmer haben sich angemeldet und es kommen auch Redner aus Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und Schweden", erklärt Degehldere.
Degheldere ist schon sehr zufrieden mit dem großen Interesse für den Kongress, aber völlig zufrieden wird sie erst sein, wenn der Kongress den politischen Prozess in Flandern beschleunigen kann. "Es gibt noch viele Herausforderungen, für die wir eine Lösung finden müssen. So muss dringend ein neues Statut für Pflegeeltern kommen und müssen wir über ein System von Lohnausgleich nachdenken. Kann Familienpflege auch eine Lösung für die Altenpflege bieten und wie finden wir mehr junge Menschen, die Pflegeeltern werden möchten? Bei der Konferenz werden wir auf all diese Fragen eine Antwort zu finden versuchen."