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Ganzheitliches Konzept unerlässlich für nachhaltiges Verkehrswesen in Europa

Aktuelles - 02/07/2010 Von tristan.hoorelbeke

Die Transport Research Arena (TRA) 2010 hat am 10. Juni 2010, einen positiven Ausklang gefunden. Dabei wurden die Vorteile eines ganzheitlichen Konzepts für die nachhaltige Mobilität in Europa hervorgehoben. Auf der viertägigen Konferenz in Brüssel wurden viele bemerkenswerte Forschungsergebnisse über verschiedene Verkehrsträger beleuchtet. Es wurde jedoch auch zu verstärkten Anstrengungen zur Verbreitung und Umsetzung der Forschungsergebnisse aufgerufen. Die Konferenz zeigte zudem die hervorragenden Ergebnisse studentischer Forschungsprojekte mit multinationaler Beteiligung.

Treffpunkt für alle Sektoren

"Die TRA 2010 war Treffpunkt für alle Sektoren des Landverkehrs und stellte für Experten eine hervorragende Gelegenheit dar, ihre Ideen zu präsentieren und auszutauschen und mit Behörden aller Ebenen (lokal, regional, national und europäisch) in Dialog zu treten", so Claude van Rooten, Vorsitzender des Programmausschusses 2010, Generaldirektor des belgischen Straßenforschungsinstituts (BRRC) und Präsident des Europäischen Forums der nationalen Straßenforschungsinstitute (FEHRL) bei seiner Rede zum Abschluss der dritten TRA.
Der Aufbau eines nachhaltigen Straßenverkehrssystems erfordert ein systematisches Konzept, das Fahrzeuge, Infrastruktur und Nutzer einbezieht und Verbindungen unter den Nutzern schafft. "Dies macht die Kapazitätsmaximierung der Straßenverkehrsinfrastruktur, die Optimierung des Verkehrsflusses, die Integration von Sicherheitslösungen, die Bereitstellung neuer, intelligenter Mobilitätssysteme für städtische Räume und die Verbesserung der Übergänge zwischen verschiedenen Verkehrsträgern notwendig", fügte er hinzu.

Bereitstellung nachhaltiger Optionen

"Überall und bei jeder Fahrt gestaltet sich die Situation anders. Deshalb müssen wir adäquate Möglichkeiten bereitstellen, die eine individuelle Auswahl verschiedener Option ermöglicht und gleichzeitig die Nachhaltigkeit insgesamt sicherstellt", betonte der Berichterstatter der Konferenz, Professor Mike McDonald von der University of Southampton. "Dies erfordert eine wesentlich stärkere Integration öffentlich-privater Partnerschaften und stärkere Innovationen bei der Finanzierung der notwendigen Forschung, insbesondere was den Anstoß von Verhaltensänderungen und organisatorischen Veränderungen betrifft. Um den Herausforderungen begegnen zu können, müssen wir jedoch die Probleme verstehen, die erforderlichen Lösungsansätze entwickeln und die Veränderungen auf den Weg bringen."

Zu den Herausforderungen zählen die Auswirkungen der Emissionen auf den Klimawandel, die Notwendigkeit, gangbare Alternativen mit geringem CO2-Ausstoß zu fossilen Brennstoffen zu entwickeln, Staus, die Sicherheit im Straßenverkehr, die Wartung von Infrastruktur und die Aufrechterhaltung von Serviceleistungen und die Steigerung der Lebensqualität. Vielfältige Vorträge ließen erkennen, dass die Mobilität durch optimierte Fahrzeugkonzepte, eine bessere Planung und eine bessere Verkehrssteuerung verbessert werden kann.

Wichtige Referenten aus Politik und Wirtschaft unterstützten die Kernthemen des umweltfreundlicheren, intelligenteren und sicheren Verkehrs in Europa. Transport Commissioner Siim Kallas, der Vizepräsident der Europäischen Kommission und für Verkehr zuständiges Mitglied der Kommission, betonte die Notwendigkeit integrierter Verkehrssysteme, die auf den Stärken der einzelnen Verkehrsträger basieren. Chris Caestecker, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der TRA 2010, wies auf die Notwendigkeit nachhaltigerer, wettbewerbsfähigerer und effizienterer Verkehrssysteme hin. Ivars Pāže, Vorsitzender der Conference of European Road Directors (CEDR) 2010, hob die Bedeutung des Beitrags hervor, den Straßen für die Wirtschaft darstellen.

Ausrichtung der Forschung in Europa

Das Ziel der TRA ist es, die Ausrichtung der nationalen, regionalen und privaten Forschung in Europa sowie die Entwicklungsmaßnahmen für den Straßenverkehr durch die verstärkte Vernetzung und Bündelung („Clustering“) der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten Europas zu unterstützen. Diese Bemühungen basieren auf einer gemeinsamen strategischen Forschungsagenda (SRA) und einem gemeinsamen Forschungsrahmen. Die TRA wird von Mitgliedern der Conference of European Road Directors (CEDR) als führende Kräfte für die Umsetzung der Zielsetzungen des EFR, der Europäischen Kommission und des ERTRAC unterstützt – einem Organ von entscheidender Bedeutung für die Schaffung und Umsetzung eines gemeinsamen europäischen Forschungsrahmens für den Straßenverkehr.

Die TRA konzentriert sich auf die Probleme und Herausforderungen, mit denen sich der Straßenverkehr in Zukunft konfrontiert sehen wird. Diese erfordern einen Systemansatz, bei dem die verschiedenen Akteure und Disziplinen einbezogen werden. Zudem ist der Verwaltungsausschuss darauf bedacht, die Verbindungen zu anderen Verkehrsträgern und die entsprechenden Schnittstellen zu intensivieren. Dies sollte bei künftigen TRA-Konferenzen ein Themenbereich sein, insbesondere was die Mobilitätsanbieter im städtischen Raum betrifft.

Drei Viertel des Verkehrs in Europa findet auf der Straße statt, doch es werden alle Verkehrsträger benötigt. Zwar wurde die TRA ursprünglich von der CEDR ins Leben gerufen. Doch auch andere Sektoren wie die Bahn spielen eine wichtige und wachsende Rolle, ebenso wie die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern. Die städtische Mobilität stützt sich nicht nur auf Straßen. Auch wenn der gesamte materielle Verkehr die Stadt durchlaufen muss, ist diese durch die Koexistenz aller Nutzer und Verkehrsträger die interessanteste Verkehrsschnittstelle, die es gibt.

Über die TRA 2010

Die TRA ist mittlerweile das wichtigste europäische Forum zu Forschung und Entwicklung im Verkehrswesen und im Straßenbau. An der Konferenz nehmen Akteure aus Wirtschaft und der öffentlichen Hand teil. Themenschwerpunkt der Konferenz war im Jahr 2010 die Schaffung nachhaltiger Verkehrsmobilität durch Innovationen auf allgemeiner, strategischer und spezifischer Ebene. Es fanden 50 verschiedene Einzelveranstaltungen und 216 Vorträge statt. Etwa 900 Teilnehmer besuchten die verschiedenen Veranstaltungen. Die Begleitausstellung öffnete am 9. Juni auch für die breite Öffentlichkeit ihre Pforten.

Außerdem wurden die Sieger der YEAR 2010-Awards (Young Arena of Research) für junge Forscher bekanntgegeben. Der Wettbewerb YEAR 2010 war besonders erfolgreich, wurden doch 338 Arbeiten aus 33 Ländern eingereicht. Es wurden 18 Medaillen in sechs Kategorien verliehen: Schutz und die Sicherheit, Energie, Umwelt und Ressourcen, Mobilität und Intermodalität, Konzeption und Produktion von Fahrzeugen und Infrastruktur, gesellschaftliche Bedeutung des Verkehrs und Visionen für die Zukunft des Verkehrs. Der Wettbewerb YEAR 2012 ist bereits in Vorbereitung.

Die Planung für die nächste Transport Research Arena, die im April 2012 veranstaltet werden soll, hat bereits begonnen.
 
Weitere Informationen:
Organisationskomitee der TRA2010
Tel.: +32 2 553 79 02
press@traconference.eu

Terms:

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Council: Verkehr, Telekommunikation und Energie

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