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Europäisches Statement für Biodiversitätsgipfel in Nagoya

Aktuelles - 09/09/2010 Von smahen.amrani

Die Teilnehmer an der Konferenz über Biodiversität in Gent formulierten heute ihre Erwartungen an den internationalen Gipfel in Nagoya im Oktober. Sie betonten, dass allein eine integrierte Politik mit einem ausreichenden Maß an Mitteln für die Zusammenarbeit, gezielte Maßnamen, Untersuchung und Kommunikation es schaffen kann, die biologische Vielfalt weltweit herzustellen.

Ungefähr vierhundert Teilnehmer traten in Gent zur Konferenz über „Biologische Vielfalt in einer sich wandelnden Welt“. Sie erörterten drei Tage lang mögliche Strategien, um die biologische Vielfalt zu wahren und verbessern. Ihre Schlussfolgerungen betteten sie in die ‘Message from Ghent’ (Botschaft aus Gent), einem europäischen Statement für den internationalen COP10, ein.

COP10 ist die 10. Konferenz der Parteien des Konvents für biologische Vielfalt und findet im Oktober in Nagoya (Japan) statt. Regierungschefs aus der ganzen Welt entscheiden auf diesem Gipfel über einen neune strategischen Plan für die Wahrung und Wiederherstellung der weltweiten Biodiversität.

Message from Ghent

Die internationalen Biodiverstität-Zielsetzungen des Jahres 2010 werden nicht erreicht. Darum schlug der Rat der Europäischen Union im März bereits eine Strategie für die biologische Vielfalt nach 2010 vor. Das letztendliche Ziel lautet, die biologische Vielfalt und das Ökosystem der Europäischen Union bis zum Jahre 2050 vollständig wiederherzustellen.

Die Teilnehmer an der Konferenz unterschreiben diese Strategie in ihrer ‘Message from Ghent’. Sie fügen zudem sechs Richtlinien hinzu, die wesentlich sind, um die Strategie nach 2010 zu verwirklichen.

  • Integration auf mehreren Ebenen

Der Ansatz der Biodiversität muss integriert werden in die verschiedenen Führungsebenen auf nationaler, europäischer und weltweiter Ebene. Die Politik muss auch dem Einfluss der biologischen Vielfalt auf unser Wirtschaftssystem und auf die Erderwärmung Rechnung tragen.

  • Mehr Zusammenarbeit

Alle Betroffenen, vor allem im Privatsektor, müssen zusammen gegen den Verlust der biologischen Vielfalt vorgehen.

  • Mehr Mittel

Es muss mehr Geld her. Die ökonomischen Kosten des Biodiversitätsverlustes sind nämlich langfristig erheblicher als die Investitionen, die heute für die Aufrechterhaltung der Biodiversität notwendig sind.

  • Intensive Forschung

Es ist mehr und intensivere Forschung rund um den Verlust der biologischen Vielfalt erforderlich, damit die richtigen politischen Entscheidungen getroffen werden.

  • Kommunikation und Bewusstseinsbildung

Die Folgen des Biodiversitätsverlustes sind der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt als die Folgen der Erderwärmung. Es muss aus diesem Grunde mehr in die Kommunikation und die Bewusstseinsbildung investiert werden.

  • Verantwortung der Europäischen Union

Die Europäische Union übt einen sehr großen Einfluss auf die Biodiversität innerhalb und außerhalb ihrer Grenzen aus. Die Europäische Union muss daher eine Vorreiterrolle bei der Aufrechterhaltung der biologischen Vielfalt einnehmen.

Ankündigung: “Message from Ghent for Biodiversity post-2010_DE”


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    "Bei Biodiversität geht es um unser Leben. Die Natur liefert dem Menschen Dienste und diese Dienste müssen wir gewährleisten". Joke Schauvliege, Vorsitzende des Umweltrates nimmt kein Blatt vor den Mund: der Rückgang der Biodiversität muss gestoppt werden. Sie hofft, dass die Teilnehmer der europäischen Konferenz über Biodiversität in Gent diese Botschaft auch an das Gipfeltreffen folgenden Monat in Nagoya (Japan) mitgeben werden.

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