Europäische Trainer möchten Sportqualifikationen in EQF
Am 18. und 19. Dezember trafen mehr als 80 Experten aus 24 EU-Mitgliedsstaaten zum Europäischen Trainertag zusammen. Die wichtigste Schlussfolgerung war, dass Sport im gemeinsamen europäischen Qualifikationsrahmen EQF nicht fehlen darf.
Die europäischen Trainer und Sportexperten tauschten zwei Tage lang Informationen und Wissen über drei Themen aus:
1. Sportpolitik im Hinblick auf einen gemeinsamen europäischen Qualifikationsrahmen (das so genannte European Qualifications Framework oder EQF);
2. Spitzensport und duale Laufbahn;
3. Jugendsport und frühe Spezialisierung.
European Qualifications Framework
Der gemeinsame europäische Qualifikationsrahmen EQF sorgt dafür, dass Sportqualifikationen einfacher verglichen werden können. Dadurch wird es für Trainer einfacher, in anderen Mitgliedsstaaten zu arbeiten.
Europäische Experten in Sporterziehung teilten ihre Erfahrungen darüber, wie dies am besten in die Praxis umgesetzt werden kann. Dabei gelangen sie zu folgenden Schlussfolgerungen:
• Sportqualifikationen müssen im nationalen Qualifikationsrahmen aufgenommen werden, um so konsequent in den Qualifikationsdatenbanken integriert zu werden.
• Der EQF als Bezugsrahmen garantiert die Mobilität europäischer Sportqualifikationen und trägt zum freien Verkehr von Menschen und Dienstleistungen innerhalb der Europäischen Union bei.
Der EQF war auch eines der vorrangigsten Themen des belgischen EU-Vorsitzes. Der flämische Minister Philippe Muyters hat die europäischen Sportminister aufgerufen, um bis 2012 alle Sportdiplome besser aufeinander abzustimmen. In Flandern und in einigen europäischen Ländern wird der Kompetenzrahmen EQF bereits verwendet.
Spitzensport und duale Laufbahn
Die duale Laufbahn oder ‘dual career’ ist die Folgekarriere, die Sportler nach ihrer Sportkarriere aufbauen können. Die Anwesenden teilten ihre Erfahrungen über bewährte Praktiken. Sie kamen dabei zu folgenden Schlussfolgerungen:
• Kleine und große Spitzensportländer sind sich der Bedeutung einer professionellen Unterstützung bewusst.
• Professionelle Unterstützung hat einen positiven Einfluss auf die Leistungen.
• Die EU muss das Engagement eingehen, um ein europäisches Netzwerk für Karrierebegleitung einzurichten.
Jugendsport
Die Experten für Jugendsport beschäftigten sich mit der Frage, wie Trainer von jungen Spitzensportlern das Beste aus ihrem Talent holen können.
Die wichtigsten Schlussfolgerungen über Jugendsport waren:
• Man muss vorsichtig sein, damit sich Kinder nicht zu früh in einem Sport spezialisieren. Je früher man damit beginnt, desto früher die Kinder häufig abspringen.
• Wenn man Kinder im frühen Alter in einer breiten Fülle an Sportarten begleitet, ist dies günstig für den langfristigen Erfolg.
Weitere Zusammenarbeit
Die Schlussfolgerungen und Empfehlungen des Europäischen Trainertages werden den Sportministern aller EU-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission übermittelt. Dank diesem Treffen konnten die europäischen Trainer ihre Stimme in Bezug auf die Entwicklung einer zukünftigen EU-Zusammenarbeit im Bereich Sport hören lassen.
Der Europäische Trainertag ist eine Organisation des flämischen Sportministers Philippe Muyters und Bloso. Der Europäische Trainertag fand im Kontext des zweijährlichen Trainertages statt, der 2000 Interessenten begrüßen konnte.