Ein Ende des belgischen Ratsvorsitzes einem Schmunzeln auf den Lippen

Fadila Laanan, Präsidentin des Teils „Kultur“ des Rates „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“, eröffnete am 1. Dezember 2010 die Ausstellung der Karikaturen „C’est la fôte à Bruxelles (Es ist die Schuld von Brüssel)“. Diese bietet vor Beendigung des belgischen Ratsvorsitzes der Europäischen Union die Gelegenheit, das europäische Aufbauwerk durch die bissige und kompromisslose Feder von etwa zehn Pressekarikaturisten zu entdecken.
Mit einer Auswahl von über 200 Pressekarikaturen nimmt die Ausstellung „C’est la fôte à Bruxelles“ in fünf Themenbereichen die Phasen dieses europäischen Abenteuers wieder auf: Krisen, Uneinigkeiten und Reibereien ließen bisweilen die Mauern des Bauwerks erbeben, ohne jedoch wirklich seine Struktur zu gefährden.
Die Präsidentin des Teils „Kultur“ des Rates „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“ der Europäischen Union, Fadila Laanan, erklärte, dass sie „besonders begeistert ist, dass wir die Gelegenheit unseres Ratsvorsitzes ergreifen konnten, um zu zeigen, dass Europa nicht nur eine Stadt, nämlich Brüssel, ist, sondern jeden Tag von Männern und Frauen mitgestaltet wird. Welches bessere Mittel als Pressekarikaturen gibt es denn, um uns humorvoll – manchmal unverschämt – die einzelnen Phasen und Sprünge zu zeigen, die den Aufbau unseres Europas geprägt haben, und dies in einer Zeit, in der viele Bürger es für schwer verständlich halten und sich von ihm abwenden.“
Pierre Kroll nahm ebenfalls an der Vernissage teil und vertrat diesen Berufsstand aufs Beste, der manchmal kritisiert wurde, aber doch lebendig für die europäische Demokratie steht. „Wir Karikaturisten sind häufig am bissigsten beim Thema Europa, aber in Wirklichkeit steht es der ganzen europäischen Presse frei, den europäischen Bürger für die Fragen zu sensibilisieren, die ihn direkt betreffen, und ihm zu ermöglichen, einen Standpunkt zu den verschiedenen Baustellen des europäischen Aufbauwerks zu finden“, erklärte er.
Fadila Laanan hob zudem die Tatsache hervor, dass “die Annäherung Europas an die Bürger, seine Erklärung, seine konkrete Darstellung im Leben eines jeden auch ein Auftrag des Ratsvorsitzes ist. Diese Ausstellung ist, abgesehen von dem Schmunzeln, das sie hervorruft, ein ausgezeichnetes pädagogisches Instrument, das über unseren Ratsvorsitz hinaus genutzt werden sollte“.
Die Ausstellung ist bis zum 30. Dezember im Parlament der Französischen Gemeinschaft in der Rue Royale in Brüssel zu sehen.