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Durch grenzübergreifende Zusammenarbeit ein zusammengewachsenes Europa aufbauen

16/08/2010 Von patrick.blaise

Die «europäische territoriale» Zusammenarbeit gehört zu den drei Zielen, sich die Europäische Union im Rahmen ihrer "Kohäsionspolitik" (Nachfolgerin der "Regionalpolitik") gesetzt hat. Bei den beiden anderen Zielen handelt es sich um "Konvergenz" und "regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung".

 

Die Europäische territoriale Zusammenarbeit, die vom Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) finanziert wird, beinhaltet einen grenzübergreifenden Teil (A) für Projekte, die in der Nähe von Landesgrenzen angesiedelt sind, einen transnationalen Teil (B) für Projekte, die sowohl hinsichtlich ihres geografischen Umfangs als auch ihrer Aktionen und Investitionen umfangreicher sind, sowie eineninterregionalen Teil (C), der sämtliche Regionen Europas abdeckt und vor allem auf die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch zwischen Städten und Regionen ausgerichtet ist. Jeder dieser Teile setzt sich aus Programmen zusammen, die einen bestimmten geografischen Bereich abdecken und Projekte unterstützen sollen, die den Zielen des Teilfonds entsprechen, wobei jedes Projekt einer internationalen Partnerschaft zugeordnet sein muss.

 

 

Ein Beispiel: Bei den Programmen der aktuellen EFRE-Programmierung (2007-2013), die einen Teil oder ganz Belgien abdecken, handelt es sich um:

Grenzübergreifender Teil: Interreg IVA France-Wallonie-Vlaanderen, Interreg IVAGrande-Région, Interreg IVA Euregio-Meuse-Rhinund Interreg IVA Vlaanderen Nederland 

Transnationaler Teil: Interreg IVB Europe du Nord-ouest, und Interreg IVB Mer du Nord

Interregionaler Teil: Interreg IVC, URBACT, INTERACTet ESPON/ORATE

 

 

In der Wallonie wurde dieses Ziel im Zeitraum 2000-2006 durch 273 Kooperationsprojekte in den Bereichen Stadtentwicklung, wirtschaftliche Beziehungen und Vernetzung von KMU, Forschung und Entwicklung, Informations- und Kommunikationstechnologien, Umwelt und Risikoprävention (z. B. auf dem Gebiet des Wassers) umgesetzt, nicht zu vergessen die Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Unterrichtswesen und Ausbildung.

 

Zwei Beispiele für Projekte 2000-2006: das Projekt Pro-Bois zur Umweltzertifizierung des Waldes und Entwicklung der Holzunternehmen (Lead-Partner: die GoE VALBOIS in St-Hubert) und das Projekt DIPCity zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Binnenhäfen (vor allem Paris, Lille, Brüssel und Lüttich) in den Bereichen Abfallwirtschaft, städtische Integration, Logistikkette und Sicherheit (Lead-Partner der Hafen von Brüssel).

 

Für den Zeitraum 2007-2013 werden ebenso viele Projekte gefördert, wobei die Sektoren Wirtschaft/Beschäftigung im Einklang mit der "Lissabon-Strategie" und der "Vision 2010 für Europa" stärker in den Vordergrund gerückt werden sollen.

 

Zwei Beispiele für Projekte 2007-2013 : das Projekt REGAIN, das sich mit der Aneignung von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen für gewerbliche Immobilien durch den Privatsektor befasst (Lead-Partner : BEP – Wirtschaftsbüro der Stadt Namür) und das Kooperationsprojekt GreenCook, das die Verschwendung von Nahrungsmitteln reduzieren und aus der ENO-Zone ein Modell für die nachhaltige Nahrungsmittelverwaltung machen will (Lead-Partner: Espace-environnement asbl, Charleroi).


Terms:

  • Interreg
  • Kohäsion
  • région
  • territoriale Zusammenarbeit
  • Wallonie - Französische Gemeinschaft
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