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Die Vereinfachung der Rahmenprogramme für Forschung

Aktuelles - 20/07/2010 Von matthias.vanhentenryk

Das Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration ist ein wichtiges Instrument, um die Forschung zu unterstützen und zu fördern und dadurch den Europäischen Forschungsraum (EFR) zu konsolidieren.

Die Teilnahme am Rahmenprogramm gilt allerdings auf der Verwaltungsebene als komplex und besonders schwerfällig sowohl für die Bewerber als auch für die Begünstigten. Hinzu kommt noch die Komplexität des europäischen Forschungssystems, in dem zahlreiche Programme und spezifische Instrumente sowie verschiedene Arten von Tätigkeiten, die nach unterschiedlichen Regeln durchgeführt werden, nebeneinander bestehen.

Obwohl bereits Maßnahmen zur Vereinfachung im Rahmen des 7. FTE-Rahmenprogramms (2007-2013) eingeführt wurden, um es effizienter und leichter zugänglich zu machen, muss der Prozess der Vereinfachung der administrativen und finanziellen Verfahren fortgesetzt werden, um so die Attraktivität der Rahmenprogramme für die besten Forscher, die Industrie und insbesondere die KMU zu gewährleisten. Die größte Herausforderung besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen Vertrauen und Kontrolle herzustellen, denn die Kontrolle erscheint unvermeidlich, wenn es sich um öffentliche Mittel handelt.

Das von der belgischen Präsidentschaft am 14. Juli 2010 veranstaltete Seminar sollte Fachleute aus den verschiedensten Richtungen versammeln, um über diese Thematik zu diskutieren und die vier Fragen zu beantworten, die Thema der Debatte am Nachmittag waren.

Das Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration ist ein wichtiges Instrument, um die Forschung zu unterstützen und zu fördern und dadurch den Europäischen Forschungsraum (EFR) zu konsolidieren.

Die Teilnahme am Rahmenprogramm gilt allerdings auf der Verwaltungsebene als komplex und besonders schwerfällig sowohl für die Bewerber als auch für die Begünstigten. Hinzu kommt noch die Komplexität des europäischen Forschungssystems, in dem zahlreiche Programme und spezifische Instrumente sowie verschiedene Arten von Tätigkeiten, die nach unterschiedlichen Regeln durchgeführt werden, nebeneinander bestehen.

Obwohl bereits Maßnahmen zur Vereinfachung im Rahmen des 7. FTE-Rahmenprogramms (2007-2013) eingeführt wurden, um es effizienter und leichter zugänglich zu machen, muss der Prozess der Vereinfachung der administrativen und finanziellen Verfahren fortgesetzt werden, um so die Attraktivität der Rahmenprogramme für die besten Forscher, die Industrie und insbesondere die KMU zu gewährleisten. Die größte Herausforderung besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen Vertrauen und Kontrolle herzustellen, denn die Kontrolle erscheint unvermeidlich, wenn es sich um öffentliche Mittel handelt.

Das von der belgischen Präsidentschaft am 14. Juli 2010 veranstaltete Seminar sollte Fachleute aus den verschiedensten Richtungen versammeln, um über diese Thematik zu diskutieren und die vier Fragen zu beantworten, die Thema der Debatte am Nachmittag waren.

Hier die wichtigsten Schlussfolgerungen des Seminars über die Vereinfachung vom 14. Juli:

Es muss ein neues Gleichgewicht zwischen der Anforderung einer soliden Verwaltung der öffentlichen Mittel und dem Vertrauen, das die Forscher zu Recht beanspruchen, gefunden werden. Dem Begriff des Risikos und der Unsicherheit, die jeder Forschung innewohnt, muss Rechnung getragen werden. Deswegen erfordert ein eventueller Übergang eines kostenbasierten Ansatzes auf einen ergebnisbasierten Ansatz die korrekte Definition dessen, was der Begriff Ergebnis im Bereich der Forschung bedeutet. Eine zu eng gefasste Sicht dieses Begriffs des Ergebnisses könnte dazu führen, dass weniger riskanten Projekte zu Lasten der Spitzenforschung und Innovation der Vorzug gegeben wird. Stattdessen müsste das Kriterium der höchsten wissenschaftlichen Fachkompetenz präzisiert werden und bei der Evaluierung der Ergebnisse im Mittelpunkt stehen.
Die Vereinfachung muss mit Blick auf Verständlichkeit, Kohärenz und Stabilität der Regeln erfolgen.

Anhand der Vorschläge der Europäischen Kommission wurde ein relativ breiter Konsens unter den Seminarteilnehmern über die Reihe der Maßnahmen gefunden, die kurzfristig ergriffen werden können, ohne dass die vorhandenen Regeln geändert werden müssten.

Beispielsweise:

1. Verkürzung der Fristen für Evaluierung, Verhandlung und vertragliche Festlegung der Projekte sowie der Zahlungsfristen
2. eine einheitliche Auslegung der Regeln seitens aller europäischer Instanzen
3. Verbesserung der Rückverfolgbarkeit der Projekte
4. Reduzierung der Anzahl und Klärung der Beratungsunterlagen (‘guidance documents’)
5. Vereinfachung, Vereinheitlichung und Rationalisierung der computergestützten Instrumente (Portal für die Teilnehmer, Berichts-Tools usw.)
6. Abschaffung der Pflicht, ein spezielles Bankkonto pro Projekt zu haben, das Zinsen zur Folge hat
7. für die Anpassungsfähigkeit der Größe der Konsortien im Verhältnis zu den Zielen des Projekts Sorge tragen

Es wurde weiterhin hervorgehoben, dass eine 2. Reihe von Maßnahmen unter dem derzeitigen 7. Rahmenprogramm im Rahmen des kostenbasierten Systems ergriffen werden könnten:

  • Die Frage des akzeptablen Fehlerrisikos. Es geht darum, eine neue Ausgewogenheit zwischen der den Projekten innewohnenden Fehlerquote und der Schwerfälligkeit der Kontrollen festzulegen. Das tolerierbare Fehlerrisiko sollte somit zwischen 2 und 5 % liegen, wie von der Kommission vorgeschlagen. Die Quote von 3,5 % scheint ein guter Kompromiss zu sein.
  • Berücksichtigung der einzelstaatlichen üblichen Buchungsmethoden;

Die Frage der Zertifikate der Methodologie und der durchschnittlichen Personalkosten wurde debattiert, es kam aber zu keiner Einigung.

Bezüglich des nächsten Rahmenprogramms zeigte das Seminar die Notwendigkeit einer breiten Konsultation über die genaue Definition der auf Ergebnissen basierten Finanzierung („output-based funding“) sowie der Frage, wie diese Ergebnisse gemessen werden sollen, auf. Dies wird eine solide, einvernehmliche Methode erfordern. Es wurde ein weiteres Konzept, die „science-based funding“, vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um einen wissenschaftsbasierten Ansatz, der die Bemühungen der Forscher berücksichtigen würde (in dem ein fehlendes Ergebnis als ein Ergebnis an sich angesehen wird).

Eine weitere Maßnahme für das nächste Rahmenprogramm könnte die eventuelle Einführung von Pauschalbeträgen („lump sums“) zur Finanzierung von Forschungsprojekten sein. Laut den Seminarteilnehmern kann der einfache Wechsel zu einem System mit Pauschalbeträgen nicht verallgemeinert werden. Er kann eine Option auf freiwilliger Basis darstellen, sofern die Pauschalbeträge den tatsächlichen Kosten möglichst nahe kommen und mit der geltenden einzelstaatlichen Berechnungsart übereinstimmen. Weiterhin sollte der Ansatz je nach Art des Begünstigten (Universität, Forschungszentrum, kleines oder großes Unternehmen usw.) differenziert betrachtet werden.


Terms:

  • Wettbewerbsfähigkeit
  • Aktuelles
  • General
  • Brüssel

Beigefügte Dokumenten:

  • Invitation_at_the_Simplification_Seminar_a_Belgian_Presidency_event-14_July_2010.pdf (110.2Kb)
  • CARVALHO-APRESENTACAO_14_DE_JULHO.pdf (271.6Kb)
  • CODA-Simplification_Seminar_14_July_2010_-_EUCAR_-_9_July_3.pdf (104.3Kb)
  • ROD-20100714_Presentation_Simplification_final_no_notes_x.pdf (73.3Kb)
  • VAN_DIJK-LERU.pdf (164.3Kb)
  • PARADIS-Sans_noteEP_Presentation_FR_review_and_Research-sans_TRE.pdf (56.5Kb)
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