Belgischer Vorsitz des Rates der Europäischen Union

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Die Rolle des Ministerpräsidenten Kris Peeters im EU Vorsitz

30/07/2010 Von werner.oprins

Kris Peeters ist Ministerpräsident von Flandern und auch für Fischerei zuständig. Er wird an den Verhandlungen über die Fischereiquoten teilnehmen und versuchen, Wissenschaftlicher und Fischer einander näher zu bringen. Als aktiver Reisender hat er auch ein paar Ferientipps für alle, die Belgien besuchen.

Welche Rolle werden Sie während der europäischen Vorsitz übernehmen?

Als flämischer Minister für Fischerei werde ich während der belgischen EU Vorsitz dem Fischereirat vorsitzen. Der Rat tritt am 26. Oktober, am 29. und 30. November und am 13. und 14. Dezember zusammen. Während der Ratssitzungen werde ich u. a. mit meinen Kollegen daran arbeiten, politische Einigungen über die Fangmöglichkeiten für das nächste Jahr, die berühmte Total Allowable Catch (TAC – zulässige Gesamtfangmenge), zu erzielen, also an den Verhandlungen über Quoten teilnehmen. Natürlich ist das auch für den flämischen Fischereisektor sehr wichtig!

Daneben bin ich zusammen mit meinem wallonischen Kollegen dafür verantwortlich, die belgischen Standpunkte im Rat für Landwirtschaft zu vertreten. Während des formellen Rates für Landwirtschaft am 12. Juli und 27. September und während des informellen Landwirtschaftsrates am 21. September werde ich Belgiens Sprecher sein.

Welchen Einfluss hat die Europäische Union auf Ihre(n) Politikbereich(e)?

Die Fischereipolitik wird in erheblichem Umfang durch Europa bestimmt.

Natürlich ist es auch wichtig, dass die Mitgliedstaaten ihre eigene Politik machen können, die an die Situation in ihrem Land angepasst ist. Das wird folglich stets berücksichtigt, wenn wir über EU-Gesetze im Bereich der Fischerei verhandeln. Es ist wichtig, dass die EU einen Rahmen absteckt und vor allem Zielvorgaben macht, aber auch genügend Raum für einen spezifischen regionalen Ansatz lässt.

Welchen Durchbruch in Ihrem/Ihren Politikbereich(en) würden Sie gerne auf europäischer Ebene verwirklicht sehen?

Natürlich sind für die Fischerei die Beschlüsse über die Fangmöglichkeiten sehr wichtig. Dabei muss nachhaltige Fischerei immer den Ausgangspunkt bilden.

Darüber hinaus müssen wir versuchen, für diese Beschlüsse eine größere Tragfläche zu schaffen. Ich stelle jedenfalls fest, dass Wissenschaftler, Mitglieder des Sektors und andere Betroffene häufig unterschiedliche Erfahrungen haben und eine andere Sprache sprechen. Es ist wichtig, diese Gruppen zusammenzubringen, sodass sie einander besser verstehen. Aus diesem Grund organisiere ich im Rahmen der belgischen Präsidentschaft ein Symposium in Ostende mit dem Titel "Improved Fisheries and Science Partnerships as Policy Driver“. Ich hoffe, dass wir bei diesem Symposium handfeste Ergebnisse erzielen können.

Wie sehen Sie die Zukunft der Europäischen Union?

Europa bleibt eines der spannendsten und zugleich unentbehrlichsten politischen Projekte unserer Zeit. Ich glaube deshalb an die Fortsetzung der europäischen Einigung. Diese muss zu einer noch stärkeren Europäischen Union mit demokratischen Strukturen und einer größeren Beteiligung der Menschen führen.
Ich sehe bereits vier große Aufgaben, mit denen Flandern und die Europäische Union konfrontiert sein werden und denen die Politikinstrumente der Zukunft Rechnung tragen müssen: Globalisierung, demografischer Wandel, Klimawandel und Energie.

Diese Aufgaben erfordern auch eine stärkere Rolle der Regionen in der Europäischen Union. Die Regionen können nämlich mehr Lösungen für konkrete Probleme des europäischen Bürgers bieten, mehr für nachhaltiges Wachstum und nachhaltige Beschäftigung sorgen und so eine neue Tragfläche für den europäischen Integrationsprozess schaffen. Die Europäische Union der Zukunft ist für mich daher auch eine Europäische Union mit den Regionen.

Welches ist Ihr liebstes Reiseziel in Europa?

Ich liebe vor allem Aktivurlaub. Deshalb ziehe ich Reiseziele vor, wo ich wandern, Rad fahren, reiten, bergsteigen, segeln... kann.

Um einige meiner Lieblingsziele zu nennen: Griechenland und Italien.
Aber auch in unserem Land gibt es herrliche Gegenden, wo man sportlich auftanken kann, etwa an der Küste oder in den Ardennen. Darüber hinaus gibt es in Flandern einige herrliche Radwanderwege.
 


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Kontaktpersonen

  • Luc De Seranno

    Sprecher Ministerpräsident Kris Peeters
    luc.deseranno@vlaanderen.be
    +32 2 552 60 12
    +32 477 38 23 37

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