Die Innovationsunion

Heute trafen sich in Louvain-la-Neuve die Industrieminister der 27 Mitgliedstaaten sowie von Island und Norwegen unter dem Vorsitz des wallonischen Ministers Jean-Claude Marcourt zu einer informellen Sitzung in Anwesenheit des Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Herrn Antonio Tajani, und der Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, Frau Maire Geoghegan-Quinn.
Heute trafen sich in Louvain-la-Neuve die Industrieminister der 27 Mitgliedstaaten sowie von Island und Norwegen unter dem Vorsitz des wallonischen Ministers Jean-Claude MARCOURT zu einer informellen Sitzung in Anwesenheit des Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Herrn Antonio TAJANI, und der Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, Frau Maire Geoghegan-Quinn.
Auf der Tagesordnung standen zwei Themen: die modernisierte Industriepolitik der Europäischen Union sowie die Innovationsunion.
Die Minister wünschen die Einführung einer ehrgeizigen Industriepolitik, die in der Lage ist, die Herausforderungen in Verbindung mit der Globalisierung und dem Übergang zu einer grüneren Wirtschaft anzunehmen.
Der Minister und amtierende Präsident des Rates für Wettbewerbsfähigkeit (Industrie), Jean-Claude MARCOURT, wies darauf hin, dass die Industrie ein wichtiger Wachstumsmotor in Europa ist. Allerdings sei ein modernerer Ansatz der Industriepolitik erforderlich, der „die allgemeineren und die gezielteren Politiken kombiniert“ und dabei die transversale Dimension berücksichtigt.
Die europäische Innovationspolitik ist ihrerseits ein zentrales Element zur Unterstützung des Übergangs der europäischen Industrie, und es sollten klare Verbindungen zu anderen Politiken (Handel, Wettbewerb, Beschäftigung, Ausbildung...) entwickelt werden.
Die Frage der Finanzierung zur Unterstützung der Maßnahmen der Unternehmen zu Innovation oder Internationalisierung ist weiterhin von großer Bedeutung.
Die meisten Delegationen wünschten eine Verbesserung der Effizienz der derzeitigen Finanzierungsprogramme und des Zugangs zu Risikokapital. Weiterhin wurde gefordert, bei der Finanzierung der Innovation kreativer zu sein.
Aufgrund der zentralen Stellung der KMU in der Wirtschaftslandschaft der Union müsste der Grundsatz „Think Small first“ auf die verschiedenen Initiativen im Bereich der Industrie- und Innovationspolitik angewandt werden.
Es geht darum, im SBA das zu ermitteln, was gut funktioniert, und dieses zu stärken. Außerdem gilt es, den Schwächen des SBA besonderes Augenmerk zu schenken und alles zu tun, um sie zu korrigieren.
Alle Teilnehmer hoben zudem die Bedeutung eines Gemeinschaftspatents, der Stärkung des geistigen Eigentums und der Normung von Infrastrukturen, die für neue Produkte auf den Märkten gelten, hervor.
Als wichtiges Element der Verbreitung der Innovation wurden die Clustering-Politiken genannt. Es geht vor allem darum, Strukturen der Zusammenarbeit zu unterstützen, welche die Umwandlung der Forschungsergebnisse in Innovation in den Unternehmen fördern.
Besondere Aufmerksamkeit ist der Ausbildung, dem Unternehmertum und der Kreativität im Allgemeinen zu schenken.
