Die Francofolies von Spa bringen Europa zum Tanzen

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum des Rates des Europäischen Union waren eingeladen, die Francofolies von Spa kennenzulernen. Ein schönes Beispiel für die Modernisierung der europäischen Kulturbranche.
Am heutigen Donnerstag, den 22. Juli, hatte die Délégation Wallonie-Bruxelles bei der Europäischen Union das Vergnügen, ihren ausgewählten Gästen die Francofolies von Spa vorzustellen. Der Delegierte Thierry Delaval unterstrich die frankophone Besonderheit des Musikfestivals und die Bedeutung der Förderung der französischen Sprache und Kultur im europäischen Raum.
Das Festival bot auch Gelegenheit, die Mitgliedsländer und Fans für die Benutzung der französischen Sprache bei den Arbeiten und Verhandlungen auf europäischer Ebene zu sensibilisieren. Thierry Delaval stellte fest, dass die Internationale Organisation der Frankophonie (OIF) in diesem Sinne Sprachausbildungen für Tausende von Diplomaten, Dutzende von Journalisten und sogar für einige europäische Kommissare, die in Brüssel tätig sind, finanziert.
Die anwesenden Mitglieder der Arbeitsgruppe konnten auf angenehme und entspannte Weise nicht nur eine gut eingespielte Organisation und engagierte Künstler, sondern auch eine ganze besondere Form der Wertschätzung der europäischen frankophonen Kultur genießen.
Gergo Tardos, das ungarische Mitglied aus der Gruppe der Gäste, schildert uns seine Eindrücke vom Festival und der Frankophonie:
"Mir hat vor allem die lebendige Seite der Francofolies sehr gut gefallen. Ich hatte Gelegenheit, in einem weniger förmlichen Rahmen als üblich Kontakte zu knüpfen. Ich kenne vor allem die französische Elektrojazz-Szene, mit Künstlern wie Laurent Garnier oder Saint Germain. Natürlich ist der Text bei dieser Art von Musik nicht ausschlaggebend! Jetzt entdecke ich die Vielfalt mit den Konzerten von Christophe und Jacques Dutronc. Ich verstehe noch nicht alles, aber die Stimmung war jedenfalls ausgezeichnet. Ich hoffe, dass ich meine französischen Sprachkenntnisse noch weiter verbessern kann. Zurzeit besuche ich den Sprachkurs in Brüssel, bei der Alliance Française…"
"In Ungarn war Französisch bis nach dem Zweiten Weltkrieg weit verbreitet. Danach wurde es vom Englischen verdrängt. Die Frankophonie ist jedoch noch immer stark präsent und sei es nur, weil die französische Kultur so wichtig ist und viele Ungarn Französisch lernen."