7 Milliarden Euro Einsparungen für KMU

Erster gesetzgeberischer Erfolg der belgischen Präsidentschaft: Im Rahmen seiner europäischen Präsidentschaft des Wettbewerbsrates, Schwerpunkt Industrie, freut sich Jean-Claude Marcourt darüber, dass die belgische Präsidentschaft heute den Auftrag des Rates erhalten hat, mit dem Europäischen Parlament eine Einigung über eine Vorzeigerichtlinie des Small Business Act, nämlich die Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr, zu erzielen.
Zur Erinnerung: Der Small Business Act will das Wachstum der KMU fördern und ihnen dabei helfen, die Probleme zu überwinden, die nach wie vor ihre Entwicklung behindern.
Der Small Business Act für Europa gilt für alle selbständigen Unternehmen, die weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und deren Umsatz und/oder Bilanzsumme einen bestimmten Schwellenwert nicht überschreitet - also für 99% aller europäischen Unternehmen.
Der Minister hat im Übrigen in der heutigen informellen Sitzung daran erinnert, dass die zentrale Rolle der KMU schriftlich festgehalten ist. Der Grundsatz des "Zuerst an die kleinen Betriebe denken“ (Think small first) muss in allen politischen Strategien der Gemeinschaft Wirklichkeit werden. Die KMU repräsentieren in der Tat mehr als 95% der europäischen Unternehmen sowie rund 45% des Mehrwerts der Industrie und beinahe 59% der Industriearbeitsplätze. Zahlreiche Studien haben den Zusammenhang zwischen der Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften und der Globalisierung ihrer KMU bewiesen. Klar ist, dass Innovation ein wichtiges Element dieser Gleichung ist. Ebenso klar ist, dass die KMU aktiv daran mitarbeiten müssen, dass die Wirtschaft grüner wird. Sie benötien jedoch spezifische Instrumente wie Zugang zu Finanzierungen und insbesondere zu Risikokapital, zu den Märkten und zu Innovation.
Das betrifft nicht weniger als 23 Millionen KMU in Europa.
Heute geht es darum, die Zahlungsfrist für Rechnungen von KMU durch die Behörden auf 30 Tage bzw. 60 Tage im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen zu beschränken.
Schätzungen zufolgen werden die KMU 7 Milliarden Euro durch diese Richtlinie einsparen.
Der Minister freut sich über diesen ersten Erfolg, der das Geschäftsumfeld der KMU betrifft, da die Förderung der KMU zu den Prioritäten seiner Präsidentschaft gehört.