Network Meeting Competent Authorities on Pricing and Reimbursement
Angesichts der raschen Entwicklungen im pharmazeutischen Bereich stehen alle für Arzneimittelpreise und deren Erstattung zuständigen Behörden vor großen Herausforderungen. Obwohl diese Frage in erster Linie in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Mitgliedstaaten fällt, hat sich gezeigt, dass diese Behörden dieselben Schwierigkeiten haben, ein Gleichgewicht zwischen nachhaltiger Finanzierung, gerechtem Zugang der Patienten zu wichtigen Therapien und angemessener Entlohnung wertvoller Innovationen zu finden.
Das NM CAPR (Network Meeting Competent Authorities on Pricing and Reimbursement) wurde unter dem EU-Ratsvorsitz Sloweniens ins Leben gerufen und hat zugleich eine strategische und eine brückenbauende Funktion.
Ziel des Netzwerks ist es, aktuelle und künftige Themen aufzuzeigen und zu diskutieren, die für alle Mitgliedstaaten von gemeinsamem Interesse sind.
Es bietet den Experten, die in den Behörden der EU- und EWR-Mitgliedstaaten für Entscheidungen über Arzneimittelpreise und deren Erstattung zuständig sind, die Möglichkeit, Informationen, Erfahrungen und „Best Practices/Best Policies“ vorzustellen und sich darüber mit den anderen Mitgliedstaaten, den Fachleuten der Generaldirektionen für Gesundheit, Wirtschaft und Wettbewerb der Europäischen Kommission und mit externen Sachverständigen, die je nach behandelten Themen eingeladen werden, auszutauschen.
Auf diese Weise möchte das Netzwerk eine bessere Koordination von Investitionen – z. B. für wissenschaftliche Beurteilungen – und eine Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten und Partnern erreichen. Das Netzwerk stützt sich dabei auf das technische Know-how und das Fachwissen, das mit verschiedenen Initiativen zum Thema Arzneimittelpreise und deren Erstattung aufgebaut wurde, wie PPRI, Pharma Forum, EunetHTA usw.
Das Netzwerk trifft sich zweimal jährlich unter dem Vorsitz des Mitgliedstaates, der die EU-Ratspräsidentschaft innehat; es wird unterstützt von den Mitgliedstaaten, die den letzten und die beiden kommenden EU-Ratspräsidenten stellen, sowie von der Europäischen Kommission.