Nachhaltige Bewirtschaftung von Bioabfall
Belgien hat sich in den letzten Jahren stark als Vorreiter einer Gruppe von Mitgliedstaaten profilierten, die eine Harmonisierung der europäischen Politik für die Bewirtschaftung und Behandlung von Bioabfall fordern. Denn die nachhaltige Bewirtschaftung von Bioabfall hat viele Vorteile. Die Konferenz möchte die positiven Aspekte eines harmonisierten, integrierten Ansatzes herausstreichen. Zudem sorgt die Vorstellung eines integrierten Ansatzes immer wieder für übertriebene Ängste und Missverständnisse. Es besteht also großer Bedarf an Guidance, zu der wir mit dieser Konferenz anregen möchten.
Belgien hat sich in den letzten Jahren stark als Vorreiter einer Gruppe von Mitgliedstaaten profiliert, die eine Harmonisierung der europäischen Politik für die Bewirtschaftung und Behandlung von Bioabfall fordern. Schon seit geraumer Zeit wird auf europäischer Ebene über die nachhaltige Bewirtschaftung von Bioabfall diskutiert.
Die Konferenz möchte die positiven Aspekte eines harmonisierten, integrierten Ansatzes herausstreichen und für die nötige Akzeptanz sorgen.
Ein nachhaltiger, sorgfältiger Umgang mit Bioabfällen, wie ihn ein integrierter Ansatz garantiert, bietet viele Vorteile. Er trägt auf europäischer Ebene substanziell zum Erreichen folgender Ziele bei:
- der Zielsetzung der Deponierichtlinie: kein biologisch abbaubarer Abfall auf Mülldeponien
- des Ziels der EU, eine Recyclinggesellschaft aufzubauen
Ferner unterstützt ein solcher Ansatz die Politik in folgenden Bereichen:
- Klima (Kohlenstoffsequestrierung, Ziele erneuerbare Energie durch Synergie von Recycling und Energierückgewinnung)
- Boden (Kohlenstoffsequestrierung, Schutz der Bodenqualität durch den Einsatz von Kompost oder hochwertigen nachkompostierten Abfällen)
- Landwirtschaft (Kohlenstoffsequestrierung, Interesse einer guten Bodenqualität im Zusammenhang mit den Erträgen von u. a. für die Energieerzeugung angebauten Kulturen)
Darüber hinaus ist es eine Reflexion des geschlossenen Kreislaufs, wie wir ihn in der Natur finden, und entspricht dem Konzept der nachhaltigen Materialverwaltung (effizient und effektiv mit Materialien umgehen). Dies ist eine der Prioritäten des belgischen Vorsitzes in Bezug auf Umwelt, welche die flämische Umweltministerin Joke Schauvliege während des Informellen Umweltrates im Juli 2010 vorstellte. Es schließt auch nahtlos bei ‚resource efficiency’ an, einem der Schwerpunkte der Politik von Janez Potočnik, Europäischer Umweltkommissar.
Ein derart vielseitiges, komplexes Vorhaben sorgt in der Praxis offenkundig immer wieder für übertriebene Ängste und Missverständnisse. Es besteht also großer Bedarf an Guidance, zu der wir mit dieser Konferenz anregen möchten.