IPBES 3
Es ist dringend erforderlich, die Legitimität und die Glaubwürdigkeit der maßgeblichen wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Biodiversität und der innerhalb der Ökosysteme gebotenen Dienste in Hinblick auf eine Verwendung in der Politik zu festigen. Aus diesem Grund wurde ein regierungsübergreifendes Verfahren geplant, das die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik verstärken soll. Ziel ist, den politischen Entscheidungsträgern effiziente Ratschläge und Pläne für den Kampf gegen die weltweite Krise aufgrund des Verlusts der Biodiversität an die Hand zu geben. Die 3. IPBES-Konferenz im Juni in Südkorea soll diesen neuen Mechanismus schaffen und veröffentlichen.
Die IPBES-Plattform will Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik sein. Die IPBES setzt sich aus weltweit anerkannten Wissenschaftlern aller Länder und Fachleuten für Biodiversität und Ökosysteme zusammen und ist hauptsächlich (aber nicht nur) mit der regelmäßigen Veröffentlichung maßgeblicher wissenschaftlicher Berichte zum Zustand, zu Tendenzen und Gefährdungen der Biodiversität und der Ökosysteme betraut. Ziel ist, den politischen Entscheidungsträgern effiziente Ratschläge und Pläne für den Kampf gegen die weltweite Krise durch den Verlust der Biodiversität an die Hand zu geben. Die Plattform ist für alle Regierungen, Nichtregierungsorganisationen sowie die Sekretariate der Konventionen offen zugänglich, die alle die Möglichkeit haben, dort entweder selbst etwas vorzubringen oder nur beobachtend teilzunehmen.
Eine wesentliche Bedingung für den Erfolg dieser Plattform ist die Einbindung von Wissenschaftlern aus Entwicklungsländern, um deren Interessen garantiert verteidigen zu können. Die IPBES will sich nicht in vorhandene Finanzierungsmechanismen einmischen und beschränkt sich auf die Koordination der Entwicklungsaktivitäten von Kapazitäten auf diesem Niveau.
Diese 3. IPBES-Konferenz soll die Schaffung und die Veröffentlichung dieses neuen Mechanismus gewährleisten. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen werden bei der 65. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Einsichtnahme und möglichen Genehmigung vorgelegt, und bei der Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Biodiversität am 22. September 2010 mitgeteilt.