Ein gemeinschaftliches Logo
Das Logo der belgischen EU-Ratspräsidentschaft ist das Ergebnis eines internationalen Wettbewerbs. Kunst- und Designstudenten aus Spanien, Belgien und Ungarn konnten an diesem Wettbewerb teilnehmen. Diese Länder sind nämlich vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Juni 2011 nacheinander mit dem Vorsitz der Europäischen Union betraut. Das von einer Fachjury ausgewählte Logo ist das Werk eines jungen belgischen Studenten.
Der Dynamismus dieser drei Länder wird symbolisiert durch die hauchzarten kursiven Buchstaben „eu“ des Logos. Der handschriftlich anmutende Stil soll alle Bürger einladen, sich das europäische Projekt zu eigen zu machen. Jede Ausführung des Logos erscheint in den Farben der Flagge des jeweiligen Landes, das hochgestellt angefügte Wort „Trio“ jedoch spielt auf die Solidarität zwischen den drei Ländern an. (Foto: Präsentierung des Logos der Vorsitztrio, mit dem Laureat des Wettbewerbs, Antoine Durieux, und dem Staatssekretär, Olivier Chastel.)
Kunst & der belgische Vorsitz
Anlässlich des belgischen Vorsitzes des
Rats der Europäischen Union wird an unterschiedlichen Ausstellungsorten eine kleine Auswahl belgischer Kunstwerke ausgestellt.
Die Ausstellungsorte sind unter anderem die ständige Vertretung Belgiens bei der EU, die Büroräume der zuständigen Minister, die VIP-Salons im Justus-Lipsius-Gebäude sowie die VIP-Lounges im Flughafen Brussels Airport.
Einige Kunstwerke sind Leihgaben von öffentlichen Behörden, Museen, Galerien und Künstlern. Andere Kunstwerke stammen aus der Kunstkollektion des FÖD Auswärtige Angelegenheiten. Die Kunst- und Antiquitätensammlung des FÖD wird vom Dienst Gebäude verwaltet und ist für die Ausstattung der belgischen diplomatischen Vertretungen im Ausland und öffentlicher Repräsentationsräume in Brüssel bestimmt.
Anlässlich des Vorsitzes wurden die Themen Technologie, Design & Mode gewählt, aber auch Armut und Schlichtheit. Andere Stücke stehen im Zusammenhang mit der Agenda des Vorsitzes, und zwar der Verfassung für Europa, Migration, Multikulturalität, Identität, Landesgrenzen. Desweiteren wird der Blick auf die Tätigkeitsfelder des FÖD Auswärtige Angelegenheiten, Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit in der Welt gerichtet, auf Entwicklungszusammenarbeit, Dialog und Diplomatie. Die Kunstwerke fördern den Dialog, bieten Stoff zum Nachdenken und regen die Kreativität an.
Die Kunstwerke bleiben auch in der Zeit nach dem Vorsitz in den unterschiedlichen Räumen, abgesehen von denen im Justus-Lipsius-Gebäude. In allen Räumen liegen Flugblätter mit Erläuterungen zu den Kunstwerken aus. Diese Blätter können Sie auch hier abrufen.
Bild: © Luc Tuymans, The conversation, 1995, Belgischer Staat
Justus Lipsius: Ausstellung Fashion & Design - Second Hand Second Life
In Zusammenarbeit mit der Französischen Gemeinschaft, der Flämischen Gemeinschaft und der Deutschsprachigen Gemeinschaft präsentiert Belgien die Ausstellung „Fashion & Design - Second Hand Second Life“, im Rahmen der belgischen EU-Ratspräsidentschaft. Die Ausstellung findet vom 1. Juli 2010 bis zum 31. Dezember 2010 im Ratsgebäude „Justus Lipsius“ in Brüssel statt.
In der Ausstellung „Fashion & Design - Second Hand Second Life“ wird der Schwerpunkt auf die belgische Kreativenszene gelegt, gleichzeitig lehnt sie sich aber an das Jahresthema der Europäischen Union: „Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“ an. Die Ausstellung setzt sich aus Werken von elf belgischen Stylisten und sechs belgischen Designern zusammen, die bereits bei der jährlichen Modenschau der Organisation „les Petits Riens“ vorgestellt worden sind. Für die Modenschau wurden Objekte und Kleidung aus zweiter Hand und der Altkleidersammlung von den Designern und Stylisten umgearbeitet und somit neue recycelte Unikate erschaffen.
Sechs Monate lang werden die Kreationen von Ann Eckers, Christian Wijnants, Christophe Coppens, Delvaux, Natan, Christophe Van Liedekerke, Chrystl Fisher, Monsieur Bul, MoutonCollet, Kris Van Assche, Sigi, Lennart Van Uffelen, Kasper Hamacher, Thierry Bataille, Pascal Koch, Pol Quadens und dem Team Petits Riens im Ratsgebäude zu sehen sein.
Ohne die tatkräftige Zusammenarbeit mit der Organisation „Petits Riens“ hätte dieses Projekt niemals umgesetzt werden können. „Petits Riens“ ist eine Vereinigung ohne Erwerbszweck, die Second-Hand-Objekte und Kleidung in ganz Belgien sammelt und anschließend weiterverkauft, um eine Vielzahl von sozialen Projekten zur Unterstützung und Hilfe von Obdachlosen und bedürftigen Familien zu finanzieren.