Fashion & Design - Second Hand Second Life
Das Gebäude des Rates der Europäischen Union in Brüssel wird anlässlich der belgischen EU-Ratspräsidentschaft originell verkleidet. Bekannte Modedesigner haben Umrisse mit gebrauchten Kleidern aus dem Lager von Spullenhulp/Petits Riens entwickelt, einer gemeinnützigen Gesellschaft, die Altkleider für soziale Projekte sammelt. Mit dieser Initiative wird das europäische Jahr 2010 für den Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung besonders ins Rampenlicht gerückt. Neben den Umrissen, die im gesamten Ratsgebäude zu bewundern sind, gibt es auch eine Fotoausstellung zum „Making-of“ der Entwürfe.
Die Ausstellung zeigt elf Entwürfe von belgischen Modedesignern und sechs Möbel, die von belgischen Künstlern entworfen wurden. Diese künstlerischen Kreationen wurden bei der jährlichen Modenschau der Spullenhulp vzw präsentiert, wobei Secondhandkleidung und -möbel von verschiedenen belgischen Designern ausgewählt wurden, um eine besondere “recycelte“ Kreation zu erschaffen. So weist die Ausstellung nicht nur auf Armut und soziale Ausgrenzung hin, sondern rückt auch kreative und junge Talente aus Belgien ins rechte Licht.
“Fashion & Design – Second Hand Second Life“ findet im Justus-Lipsius-Gebäude des Rates der Europäischen Union in Brüssel vom 1. Juli 2010 bis zum 31. Dezember 2010 statt. In diesen sechs Monaten werden die Kreationen folgender Künstler vorgestellt: Ann Eckers, Christian Wijnants, Christophe Coppens, Delvaux, Natan, Christophe Van Liedekerke, Chrystl Fisher, Monsieur Bul, MoutonCollet, Kris Van Assche, Sigi, Lennart Van Uffelen, Kasper Hamacher, Thierry Bataille, Pascal Koch, Pol Quadens und Petits Riens.
Die Organisation ist eine gemeinsame Initiative Flanderns, der Französischsprachigen Gemeinschaft und der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit Spullenhulp/Petit Riens.
Spullenhulp/Petit Riens ist ein Nonprofitunternehmen, das gespendete Secondhandwaren neu verteilt oder zu niedrigen Preisen verkauft, um damit soziale Projekte zu finanzieren. Diese Projekte bieten Hilfe für Obdachlose und Familien in Not bzw. arme Familien. Diese Gemeinnützige Gesellschaft engagiert sich bereits seit 70 Jahren aktiv, nicht nur in Form materieller Hilfe, sondern auch durch Aufnahme, Betreuung, Bereitstellung von Infrastrukturen, Ausbildung, administrative oder psychologische Hilfe, immer an den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten orientiert. Das Ziel ist deutlich: Menschen, die Hilfe suchen, wieder auf die Füße helfen, damit sie ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen können und endlich ihren Platz in der Gesellschaft finden.
Wo
Salles : Atrium und 50. Etage