
Europa nimmt in den unterschiedlichsten Bereichen konkreten Einfluss auf das tägliche Leben der belgischen Bevölkerung. Das Ganze beginnt in der Geldbörse. Seit 2002 müssen die Belgier kein Geld mehr tauschen, wenn sie nach Helsinki, Lissabon oder Ljubljana reisen wollen. Bis heute haben bereits sechzehn Länder der Union den Euro eingeführt, die einheitliche europäische Währung.
Und auch unsere Handys werden von der europäischen Politik beeinflusst: Die Gebühren für SMS und Gespräche zwischen den Ländern der EU („Roaming“) werden auf europäischer Ebene festgelegt.
Immer mehr Studenten nehmen am Erasmus-Programm teil, das ihnen gestattet, jedes Jahr in einem anderen europäischen Land zu studieren. Sie lernen ein anderes Land und eine andere Kultur kennen, was bisweilen dazu führt, dass sie später im Ausland leben wollen, was von jetzt an in der Europäischen Union auch möglich ist.
Und auch die Unternehmer wurden nicht vergessen, denn seit der Umsetzung der „Dienstleistungsverordnung“ ist es einfacher geworden, geschäftliche Aktivitäten in einem anderen Land der Union zu unternehmen.
Brüssel, ein „Mini-Europa“
Der Einfluss Europas ist aber auch im täglichen Leben der Einwohner von Brüssel zu spüren, der Hauptstadt Belgiens und gleichzeitig Europas. Die Präsenz der europäischen Institutionen auf ihrem Gebiet sowie die zahlreichen internationalen Unternehmensniederlassungen haben die Bevölkerung von Brüssel zu einer der multikulturellsten Bevölkerungen der ganzen Welt gemacht. Eine Mischung von Sprachen und Kulturen macht aus Brüssel eine Art Mini-Europa.