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Tausendjährige Geschichte

Nacheinander gallisch, romanisch, merowingisch unter Clovis, karolingisch unter Karl dem Großen, in mittelalterliche Fürstentümer unterteilt, burgundisch unter den Herzogen, spanisch unter Karl dem 5., österreichisch unter Maria-Theresia und Joseph II., französisch anlässlich der Revolution und dann napoleonisches Kaiserreich, 1815 an die Niederlande abgetreten, bevor es sich 1830 für die belgische Unabhängigkeit einsetzte, Schlachtfeld für die beiden Weltkriege, bietet Wallonie eine Art europäischer Geschichte im Schnelldurchgang. Diese reiche und wechselhafte Geschichte bringt in ein beträchtliches monumentales Erbe mit sich. Lüttich, Tournai, Namür oder Mons sind unumgängliche Prunkstücke.

Vom X. bis XIII. Jahrhundert zeigt sich die Mosankunst in den unterschiedlichsten Bereichen, unter anderem Bildhauerei, Goldschmiedekunst – die Taufbecken der Kirche Saint-Barthélemy in Lüttich – und Architektur mit bemerkenswerten Werken wie etwa der Abteikirche von Stavelot oder dem Stift von Nivelles. Von Tournai bis Mons wacht die Geschichte über die glanzvollen Spuren pikardischer Kultur. Aus der zeitgenössischen Epoche zeugt ein Ort wie das Grand Hornu – früheres Phalansterium – von einer reichen industriellen Vergangenheit, die sich entschieden der Moderne öffnet, insbesondere mit der völlig selbstverständlichen Präsenz des MAC, eines als außergewöhnlich bekannten Museums für zeitgenössische Kunst. Ebenfalls Gründe, die die Wahl der Europäischen Kulturhauptstadt 2015 auf Mons fallen ließen.

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