Belgien ist ein Föderalstaat mit zwei Arten von Bausteinen: den Gemeinschaften (der Flämischen, Französischen und Deutschsprachigen Gemeinschaft) und den Regionen (der Flämischen und Wallonischen Region sowie der Region Brüssel-Hauptstadt), jeweils mit einer eigenen Regierung und einem eigenen Parlament. Diese wurden jedoch für die Flämische Gemeinschaft und die Flämische Region zu einem einzigen Flämischen Parlament und einer Flämischen Regierung zusammengefügt. Lesen Sie mehr über die Staatsstruktur von Belgien und Flandern...

Flandern und die Europäische Union
Die Europäische Union hat einen großen Einfluss auf die flämische Politik. Flandern ist nämlich auch für die Genehmigung europäischer Verträge (wie des Vertrags von Lissabon) und die Umsetzung europäischer Richtlinien verantwortlich, die sich auf die flämischen Befugnisse beziehen. In diesem Rahmen ist es wichtig, dass auch flämische Minister einen Sitz im Rat haben, wo über die neue EU-Regulierung entschieden wird.
Flämische Außenpolitik
Wie bereits erwähnt, hat Flandern eine Vertretung bei der Europäischen Union. Daneben hat die Flämische Regierung eigene diplomatische Vertreter in Den Haag, Paris, London, Berlin, Wien, Pretoria, Warschau, Madrid sowie bei den internationalen Organisationen in Genf und außerdem weltweit ca. 90 Vertretungen für Tourismus und internationales Unternehmen.
Aus diesem Grund haben die Außenbeziehungen von Flandern eine große Tragweite. So pflegt Flandern bilaterale Beziehungen mit seinen Nachbarländern und -regionen, unterschreibt Verträge und kooperiert auf aktive Weise mit auserlesenen Partnern inner- und außerhalb der EU. Für die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich Flandern auf die Zusammenarbeit mit den Partnerländern Südafrika, Mosambik und Malawi.
