Die Schulen in der DG sind Ganztagsschulen. Den ca. 13.700 Schülern stehen während dieser Zeit über 2000 Lehrer zur Seite. Diese versuchen den Kindern und Jugendlichen neben Wissen auch und vor allem wichtige Kompetenzen zu vermitteln.
In der DG wird Bildung groß geschrieben. Das gilt für Inhalt, Vermittlung – und die Schule selbst. Ein Instrument zur Qualitätssicherung im Unterricht ist die interne und externe Bewertung. Eine solche systematische Analyse ermöglicht eine stetige Qualitätsüberprüfung.
Die Schüler der Deutschsprachigen Gemeinschaft beginnen früh mit dem Erlernen der ersten Fremdsprache: Französisch. Häufig werden sie schon im Kindergarten behutsam an die Sprache herangeführt.
Berufsausbildung
Auch für die berufliche Ausbildung ist die Deutschsprachige Gemeinschaft zuständig. Daher konnte sie die Berufausbildung an das deutsche System angleichen. In der so genannte „dualen Berufsausbildung“ erlernt der Auszubildende die Praxis im Unternehmen und die Theorie in der Berufsschule.
Je nach Wirtschaftslage fanden in den letzten Jahren 92 bis 95% der Gesellen innerhalb von vier Monaten nach Abschluss ihrer Lehre einen Arbeitsplatz.
Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft
Das Profil der ostbelgischen Wirtschaft wird vom Mittelstand bestimmt. In dieser ländlich geprägten Region sind zahlreiche Land- und Forstwirtschaftsbetriebe, holzverarbeitende Betriebe, Sägereien, Baufirmen und Handwerker, aber auch Speditionen und Dienstleister ansässig.
Die Arbeitslosenquote in der DG ist mit 8,2% (2009) vergleichsweise niedrig. Die Arbeitslosenquote in Belgien liegt bei 12,5%. In der Wallonie gibt es 16,6% Arbeitslose, in Flandern 7,1% und in der Region Brüssel-Hauptstadt 22,9%.