
Hilfe benötigt? Notarzt? Sofortige Hilfe von der Polizei oder der Feuerwehr? Überall in der Europäischen Union (EU) brauchen Sie sich jetzt nur noch eine Nummer zu merken: 112.
Wie viele von uns haben schon ihren Küchenherd plötzlich in Flammen aufgehen sehen? Wie viele haben schon in einem plötzlichen Anfall von Panik Wasser auf eine Pfanne geschüttet? Wer hat nicht schon einmal den Eindruck gehabt, merkwürdige Geräusche aus dem Wohnzimmer zu hören, während er im Bett lag und die Tür geschlossen war? Aber wie viele wissen genau, was in solchen Situationen zu tun ist, wenn diese wirklich außer Kontrolle geraten?
Was tun?
"Hilfe holen"! Natürlich. Aber unter welcher Nummer? Unter der 100, 101, 117, 911? Normalerweise hat man die nationalen Notrufnummern im Kopf. Es geht immerhin um das eigene Leben. Aber was, wenn Sie in einem anderen Land der EU Hilfe brauchen? Wissen Sie dann auch, welche Nummer Sie anrufen müssen?
Eine in der gesamten EU einheitliche Nummer: 112
Eine einheitliche Nummer steht jetzt allen Bürgern in Not zur Verfügung. Und das unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort: 112.
Ein noch weitgehend unbekannter Service
Eine Studie zeigt, dass nur 25 % der Europäer wissen, dass es diese Nummer gibt. In Belgien, Tschechien und Polen erreicht diese Rate beispielsweise um die 50 %, während sie in anderen Ländern der EU nur magere 10 % erreicht.
Die Nummer 112 steht aber in den meisten EU-Ländern in den Telefonbüchern und auf den Rettungsfahrzeugen. Sie ist in allen Ländern gleich. Und darüber hinaus gibt es diesen Service schon seit 20 Jahren.
Ganz konkret
Ein Anruf unter der Nummer 112 ist kostenlos. Sie kann mit einem Mobil- oder Festnetztelefon erfolgen und wird direkt lokalisiert. Die Mitarbeiter sprechen nicht die Sprachen aller 27 Mitgliedstaaten der EU. Es ist aber immer gewährleistet, dass Sie auf Englisch kommunizieren können. Sie leiten Ihren Anruf an den am besten geeigneten Dienst (Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst) oder den Dienst, der Ihrem Aufenthaltsort am nächsten ist, weiter.